Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 18 August 2011 von Lothar 1 Kommentar

Baltika Razlivnoe

Region: Sankt Petersburg, Russland
Brauerei: Baltika
 

 

Prolog:

Heute mache ich mit der Verkostung einen Ausflug in ein Land in dem der Biermarkt boomt. In ein Territorium in dem Bier bis vor Kurzem ganz offiziell noch als Lebensmittel gehandelt wurde und daher nicht direkt als alkoholisches Getränk eingestuft wurde. Ich werde heute das russische „Razlivnoe“, was so viel wie „Schankbier“ bedeutet, aus dem Hause Baltika verkosten. Der Hersteller Baltika ist mit seinen ca. 40 Mio. Hektolitern, die er im letzten Jahr verkauft hat, aktuell die größte Brauerei in Russland und ganz Osteuropa. Zum Vergleich: Der Bierriese Heineken hatte 2010 einen Ausstoß von ca. 140 Mio. Hektolitern und rangiert nach den Biergiganten Anheuser-Busch InBev und SAB Miller als Nummer drei auf dem Bierweltmarkt!
 
 

Verkostung:

Das nicht pasteurisierte Schankbier hat eine Haltbarkeit von knapp vier Monaten und wird durch einen drehbaren Kronkorken in der Flasche gehalten. Beim Öffnen gibt die Flasche, der Kornkorken bzw. das Bier einen verschmitzten „Zisch-Plopp“ von sich. Das Bier ist blond und hat einen luftigen Knisterschaum, der mir nur kurz Gesellschaft leistet. Das Aroma, das mir aus dem Glas entgegen strömt, hat eine deutliche Alkoholfahne – obwohl das Bier nur 5,3 % Vol. hat. Der Geschmackstest bestätigt meinen olfaktorischen Ersteindruck: Das Bier hat einen kräftigen Alkoholgeschmack.
 
 

Stimmungsbarometer:

 

 
 

Gut für:

Die Älteren unter Ihnen werden es noch kennen: Das Herrengedeck. Manchmal steht’s noch auf der Karte, meist in gentrifizierungsfernen Gegenden. Es ist ein Bier und ein Schnaps, meist ein Pils und ein Korn. Eigentlich ist das Gedeck zur getrennten Verkostung bestimmt. Das heißt erst den Schnaps und dann das Bier. Manchmal landet der Schnaps aber auch im Bier. Dieses selbst gemachte Starkbier schmeckt vermutlich nicht so wirklich. Besser ist es an dieser Stelle gleich auf das Razlivnoe der Brauerei Baltika zurückzugreifen. Da hat man dann gleich 2 in 1!
 
 

Fazit:

Nachdem ich mich mit der geschmacklich gefühlten Hochprozentigkeit angefreundet hatte, war das Bier, das übrigens aus dem Premiumsegment der Marke Baltika stammt, leider schon verbraucht. Etwas schnell. Das ist Schade, denn irgendwie süffig war das Bier nämlich schon und gerne hätte ich die Nuancen, die sicher noch drin stecken, entdeckt. Ich glaube es war so schnell weg, weil es eine „Mogelpackung“ ist. Das Gebinde hat 0,4 Liter.
 
 

Tags: ,

Eine Antwort

  1. […] habe ich ein russisches Mitbringsel probiert. Nachdem mich das letzte Bier aus russischer Quelle nicht direkt überzeugte, überraschte mich das Ziguli mit einer wunderbaren Süffigkeit! […]

Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

Links und Partnerseiten

Neueste Kommentare