Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 18 März 2012 von Lothar 2 Kommentare

Die Wunderwaffe für den Ultramarathon: »Maisbier Spezial«

Kennen Sie die Tarahumara? Das ist ein Volk von nativen Südamerikanern. Diese „Indianer“ stammen aus der Sierra Madre Occidental, einem Gebirgszug in Mexiko. Ein Gebirge mit wilden Canyons in denen heute allerdings nur noch wenige von ihnen ursprünglich leben. Diese Tarahumara sind bierbegeisterte Langstreckenläufer. Traditionell betreiben sie die sogenannte Hetzjagt. Einen Tier-Mensch-Marathon bei dem das Tier (meist Rotwild) langfristig auf der Strecke bleibt und so mit den bloßen Händen erwürgt werden kann. Angeblich gibt es auch heute noch „Tarahumara, die – ob nun zur Jagd oder auf Wettrennen – bis zu 170 km durch raue Schluchten laufen, ohne anzuhalten“¹.

 

Laut „Weird or What?“ – dem „Galileo“ auf Discovery Channel, sind diese „Running-People“ sogar in der Lage bis zu 700 km innerhalb von zwei Tagen zu bewältigen. Das erscheint mir jetzt arg viel. Zweifelsohne glaubwürdig ist, dass sie gut 100 km in einem Stück rennen können und das sowohl Männlein als auch Weiblein und man beachte: jung und alt (bis ca. 65 Jahre)!¹.
 

Hier im Bild sieht man Scott Jurek einen der besten Ultramarathonläufer der Welt im
„Duell“ mit Arnulfo Quimare, einem Tarahumara in traditoneller Laufkleidung.
Foto: Danke @Chris

 
Traditionell verzichten die Tarahumara bei solchen Läufen völlig auf die aufgeblasenen Plastiktreter der Laufschuhhersteller und rennen stattdessen barfuß oder mit dünnen Sandalen. In der nahen Vergangenheit sind einige Tarahumara schon auf Laufschuhe umgestiegen. Das führt allerdings zu schlechteren Ergebnissen bei Wettkämpfen.
 

„Maisbier Spezial“

 
Die Energie – und davon braucht der Mensch bei einem Ultramarathon einige – beziehen die Läufer traditionell unter anderem von Bier! Von einem Maisbier mit angeblich eher geringem Alkoholgehalt. Dieses „Maisbier Spezial“ ist Energielieferant und isotonische Wunderwaffe, mit der sie lange Distanzen in Rekordzeiten bewältigen.
 
Natürlich wäre es populistisch und unsachlich jetzt zu behaupten, Mais-Bier alleine (also ausreichend davon) würde genügen um einen Ultramarathon zu bestreiten 🙂
Aber dieses Cornbeer „special“ oder „light“, wie auch immer wir den Bierstil nennen könnten, scheint neben den wesentlichen Faktoren wie dem Laufstil, der Kondition und der Einstellung eine wichtige Rolle zu spielen!
 
Hier der nochmal der etwas krachige „Weird or What?“-Beitrag 🙂
 

 
Eine interessante Quelle zum Thema Tarahumara und „Laufen“ ist das Buch Born to Run von Christopher McDougall.

 
 

2 Antworten

  1. Flexa sagt:

    Bier-Marathon, das gibts auch hier: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12296098/61019/Mannschaften-starteten-beim-Team-Wettkampf-des-VfL-am.html allerdings trinken die das glaube ich erst hinterher … ein FEHLER 😀

  2. Heiko sagt:

    Welche Maisbiere gibt es denn?
    Wo kann man diese in D kaufen?

    Gruß
    Heiko

Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

Links und Partnerseiten

Neueste Kommentare