geposted am: 29 Mai 2012 von Lothar bisher keine Kommentare

Warum Alkoholfreies Bier tatsächlich in die Irre führt!

 

 

Schon immer trinke ich ab und an Alkoholfreies Bier. Meist, wenn ich Sport mache oder einfach einen klaren Kopf behalten muss. Viele Sorten finde ich ziemlich gut, einige eher unangenehm bis abscheulich. Leider hatte ich bei diesen Produkten schon immer irgendwie ein unklares Gefühl, bis ich am vergangenen Pfingstwochenende endlich begriff, warum …

 

Für das Pfingstwochenende sind in meine Mischbierkiste auch zwei „spezielle Biere“ gewandert: Die Maisel’s Light, ein alkoholreduziertes Bier und das Falkenfelser Weißbier, eine Nettohausmarke in der Version Alkoholfrei! Daheim sind beide Biere in den Kühlschrank gewandert und ich in meine Laufschuhe …

Nach zwei Stunden Auslauf und rund 20 km habe ich mir dann die zwei kühlen Weißbiere gegönnt:

 

1. Das Falkenfelser ist naturtrüb mit schöner und stabiler Schaumkrone. Es schmeckt recht süß-malzig und wenig nach Hefe und den Hopfen merkt man quasi auch nicht. Es hat einen süffigen Charakter.
 
2. Die alkoholreduzierte Maisel’s Light sieht ihrem großen Weißbierbruder zum Verwechseln ähnlich. Beim Probieren merkte ich, dass hier nicht nur beim Alkohol abgespeckt wurde, sondern auch bei dem markanten Nelkenaroma und dem leichten Bananengeschmack. Das heißt: Die Light ist zwar sehr süffig und regt zum Weitertrinken an, aber – im Vergleich zum Original – ist sie nicht kräftig, sondern echt „light“.
 
 

Hier das Fazit von Alkoholfrei und Alkoholarm:

 
+ Beide Weißbiere, sowohl das Alkoholfreie und das Alkoholreduzierte sehen super aus, wie Weißbier aussehen sollte!
 
+ Sie sind beide geschmacklich nicht aufdringlich und sehr süffig im Charakter!
 
+ Gut gekühlt sind sie beide eine prima Erfrischung!
 
- Mit dem geschmacklichen Aroma-Volumen eines Weißbieres mit gewöhnlichem Alkoholanteil, kann man sie beide nicht vergleichen.
 
- Was ganz klar ausbleibt ist die positive wohlig enthemmende Wirkung des Alkohols, auch bei der Maisel’s Light merk ich nix.
 
- Beide schmecken nicht nach Bier, sondern mehr wie Weizensaft mit Kohlensäure.
 
 
Wieder gestärkt von diesen zwei Getränken, habe ich mich dann noch entschieden ein echtes Weißbier zu trinken. Und mir ist daraufhin einiges klar geworden: Durch die Staffelung von Alkoholfrei zu Alkoholarm bis zu Normal, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Bier mit zu wenig Alkohol kann super schmecken: Wenn man keinen echten Biergeschmack (!) erwartet. Denn es ist einfach nicht vergleichbar. Es ist ein anderes Produkt. Eine andere Getränkegattung. Es ist zwar auch vergoren, aber eben nicht richtig, bzw. ein Bier, dem das Herzblut wieder entzogen wurde. (Einige Hersteller versuchen Alkoholfreie Biere wie echtes Bier schmecken zu lassen: Das endet meiner Erfahrung nach bisher immer in einem Hopfen-Desaster :) )
 
Ich habe mir immer schwer getan mit dem Begriff “Bier” und “Alkoholfrei”. Und jetzt kann ich es endlich kommunizieren: „Bier“ führt in diesem Zusammenhang total in die Irre. Es ist vielmehr eine Limo, eine Hopfen & Malz Limonande! Ja! Und deshalb bin ich für eine Umbenennung! :)
 

PS: Hopfen & Malz Limonande kann sehr lecker sein.
  

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