Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 4 November 2012 von Lothar 2 Kommentare

Ein Heineken – nicht gerührt und nicht geschüttelt.

Vor einiger Zeit hieß es, James Bond werde in Zukunft Bier statt Martini trinken. Ja, Bier! Für mich als Bierfan und Bondfan war das eine Nachricht, die mich leicht überforderte. Bier: ja ist super! Aber warum Bond? Der Brite trinkt seit Agenten-Gedenken nur Martini. Wird es der 007 Freund in mir verkraften, dass die Tradition gebrochen wird? Schließlich ist Bond eine Ikone, an der man nicht so einfach schrauben sollte. Mir gefiel die Vorstellung nicht, dass ein Bierriese die Persönlich von Bond beeinflusst.

 


 
Jetzt ist der Streifen im Kino! Und ich hab’s gleich überprüft!
 
Es ist übrigens eine Episode geworden, bei der 50 jährige James so richtig auf das Informationszeitalter trifft. Ein sehr gelungener Plot bei dem 007 tatsächlich gleich am Anfang ein Heineken verkostet. Tendenziell abgefuckt liegt er mit einer Frau in einer schäbigen Hütte am Strand und hält die kleine grüne Flasche in der Hand. Für diesen 3-Sekünder hat der Bierhersteller angeblich 34 Millionen Euro investiert. Ganz schön viel für diese Szene finde ich. Entweder es muss sich lohnen, oder die Gesellschafter der Heineken Holding sind allesamt totale Bondfans.
Bond trinkt übrigens im Film, wenn ich mich richtig erinnere, doch einen Martini, zumindest sitzt er an einer Bar im Casino und neben ihm steht das typische Glas.
 
Tatsächlich ist der Bruch mit der Tradition nicht so wie ich es mir nach den ersten Meldungen vorgestellt habe. In meinen Gedanken hatte ich immer eine Szene vor Augen, bei der Daniel ein Markenbier ordert und dann eine geschickt inszenierte Flasche über den Tresen geschoben wird. Dem war aber nicht so. Stattdessen lag er abgetakelt am Strand. Und als er wieder zu Höchstform auflief, war er mit Martini zu sehen. Und das hat den Bierliebhaber in mir dann doch irgendwie geärgert. Denn eigentlich ist so ein Bier der bessere Durstlöscher. Bier gibt Kraft, Martini macht verschwommen, sagt der Bierblogger in mir. Und Verschwommen kann Bond gar nicht brauchen, denn das Zielwasser hat ihm in Skyfall mehrfach gefehlt.
 
Als ich gestern beim Einkaufen wie hypnotisiert einige Bondbierflaschen aufs Band stellte und durch eine Kassentoblerone vom Nachfolger trennte, stellte ich fest: Der nachfolgende Jungspund muss wohl auch gerade im Kino gewesen sein. Das Produktplacement scheint zu funktionieren.
 
 

2 Antworten

  1. 008 sagt:

    Sehr schöner Artikel – macht richtig Lust auf Skyfall! Auf (dieses) Bier allerdings weniger. Das Product-Placement von Heineken finde ich mittlerweile so nervig, dass ich es *extra* deshalb nicht kaufe…

  2. geigel sagt:

    Alles schön und gut.Aber meine Frage ist – Was hat Heineken mit Bier zu tun?

Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

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