Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 28 April 2013 von Lothar 3 Kommentare

Zwei Sternla

Diese Woche habe ich mal einen neuen Getränkemarkt erkundet. Und gleich am Eingang bin ich über sowas wie einen „Bier Point of Sale“ gestoßen. Angepriesen wurde das „Original Sternla“ aus Würzburg. Bier aus der Würzburger Brauerei kenne ich noch aus Studienzeiten. Ich war einige Jahre in der gemütlichen Residenzstadt daheim. An das Logo mit dem Stern der Würzburger Hofbräu konnte ich mich verschwommen erinnern. An ein Bier mit dem Namen „Sternla“ konnte ich mich allerdings nicht erinnern. Mir schien das Bier fragwürdig und genau deshalb habe ich es mitgenommen.
 
Bedenklich ist besonders der Name und das bringt Achim Winkelmann vom Bayerischen Rundfunk in seiner Glosse wunderbar auf den Punkt.

 

 

Ja, ein unterfränkisches Dialektsternchen muss definitiv „Sternli“ und nicht „Sternla“ heißen. Erwin Pelzig kann Ihnen das sicher bestätigen.
 

Jetzt muss man allerdings wissen, dass die Brauerei Würzburger Hofbräu seit einigen Jahren eigentlich aus dem oberfränkischen regiert wird. Und zwar aus Kulmbach. Die Kulmbacher Brauerei AG hat einige Töchter und die Würzburger Hofbräu zählt zum Kreis der Adoptierten.
 
Die Produktentwicklung „Original Sternla“ an der Weinschleife Würzburg ist also denkbarerweise viele Flusskilometer oberhalb, im oberfränkischen Kulmbach ersonnen worden. Und am Ende war der Marketingstratege sogar ein Bamberger Zungenakrobat, der täglich nach Kulmbach ins Büro pendelt?
 
Unabhängig von derlei Spekulationen, finde ich das Etikett im Retro-Look ziemlich fragwürdig. Die Frage, die mich allerdings etwas mehr interessiert ist, wie schmeckt dieses Bier eigentlich?
Denn angeblich ist dieses Sternla ein Bier, das an den Bedürfnissen des Marktes ausgerichtet ist. „Den Geschmack haben tausende von Bierliebhabern in enger Zusammenarbeit mit uns definiert“ sagt nämlich die Brauerei aus Würzburg, bzw. Kulmbach.
 
Also ich wurde nicht gefragt, kann aber nach der Verkostung jetzt sagen: es ist mild. Es schmeckt nach Bier, auch wenn es nicht, oder sagen wir mal, kaum herb ist. Den Schaum fand ich für „Helles“ etwas schwach: Viele helle Biere haben diesen tollen Gekko-Effekt, den hat dieses Bier nicht.
 
Es ist in jedem Fall ein süffiges Bier. Ein Helles ist für mich grundsätzlich immer eine gute Alternative. Aber ob das „Sternla aus Würzburg“ das Bier bei den „Bierliebhabern“ werden wir, das glaube ich nicht so recht.
 
Übrigens: Auf dem Etikett ist die Rede von dem „Original“.
 

 
Man muss wissen: Die kleine Brauerei Keesmann aus Bamberg hat schon länger ein „Sternla“ Bier.
Dort ist das ein „Lager“ und vermutlich ebenso schwach gehopft.
Ein zweites, nachgeborenes Sternla kann also nicht „das Original“ sein.
 
Das finde ich schon ziemlich peinlich.
Denn ein Zweisekundenscreening bei Google ergibt, es gibt ein Bier mit diesem Namen. Diese Mühe sollte man sich vielleicht machen, bevor man ein neues Bier tauft. Besonders, wenn es das Original sein soll …
 

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3 Antworten

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  2. daniel1973e sagt:

    ich finde euer lager bier ober hammer titen affen geil euer bier ist das beste süffig süs mild hopfig weich wie einne frau süss wie ihr mund würzig wie ihr kuss elegant wie ihr körper süffig wie der sex ein ideales party beach club strand wasser sonne musik wind wellen himmel und frauen egal ob sternla original oder nicht auf dem inhalt komt es an euer fan vor ever on the world and universe

  3. Stefan sagt:

    Ich hab es auch gekauft bei Trinkgut in NRW (Viersen) ich findes es sehr lecker, süffig und würde es wieder kaufen.

Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

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