Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 30 April 2013 von Lothar 4 Kommentare

Tag der Arbeit – wer darf feiern?

Viele glauben ja, der 1. Mai ist der Tag des Bieres. Denn ein nicht unerheblicher Anteil des Pro-Kopf-Jahresverbrauches an Bier – der, wie wir wissen, in Deutschland erheblich schrumpft – wird nicht nur an Christi Himmelfahrt erbracht, sondern auch am 1. Mai.
 
Der 1. Mai ist aber nicht der „Tag des Bieres“, sondern der „Tag der Arbeit“. Der „Tag der Arbeit“ ist ursprünglich sowas wie der „Kampftag der Arbeiterbewegung“. Am 1. Mai 1886 streikten Arbeiter bzw. Gewerkschaften in den USA, um eine Reduzierung der täglichen Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden zu erreichen. Dieser 1. Mai war ein Meilenstein in der Arbeiterbewegung weltweit.
 

 
Die Frage, die ich mir stelle, ist: Dürfen dann eigentlich nur „Arbeiter“ diesen Tag feiern und Bier trinken. Bürohengste müssen in die Röhre kucken, weil sie bei der Rebellion nicht mit dabei waren?
 
Ich hab das mal recherchiert: Seit der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes vor etwa zehn Jahren wird gesetzlich nicht mehr zwischen Angestellten und Arbeitern unterschieden. Beide sind heute „Arbeitnehmer“.
 
Gut, wenn Arbeiter und Angestellte beide „Arbeiternehmer“ sind, also kein Unterschied mehr gemacht wird, dann dürfen beide mit ruhigem Gewissen den „Tag der Arbeit“ feiern.
 

Die Frage ist nur, was ist mit Unternehmern?

 
Die sind zwar schon beruflich tätig aber definitiv keine Arbeitnehmer.
Ein Unternehmer ist ein Inhaber eines Betriebes und er hat die Aufgabe den Laden am Laufen zu halten und delegiert dazu Arbeitnehmer.
 
Das heißt, er darf nicht, oder?
 
Also aus dem Verständnis der Arbeiterbewegung heraus, der wir diesen Tag zu verdanken haben, wohl eindeutig nicht.
 
Der Fall ist klar: den 1. Mai dürfen nur Arbeitnehmer feiern.
 
Wenn Sie ein Unternehmer sind und dennoch beim 1. Mai mit am Start sein wollen, versuchen Sie es mit Tarnung. Lästern Sie zum Beispiel voll über Ihren Chef ab. Erklären Sie allen, dass der nur den schnellen Gewinn im Blick hat und wenn Sie Chef wären, dann würde der Laden viel besser laufen. Dann schöpft bestimmt niemand Verdacht.
Als Fallback, falls der Schwindel doch auffliegt, weil Sie Ausversehen den Betriebsrat als Bremse bezeichnen und über Ihre Arbeitnehmer wie Leibeigene sprechen, geben Sie so lange eine Runde Freibier aus, bis sich niemand mehr an Sie erinnert.
 
In diesem Sinne einen schönen Tag der Arbeit – Prost!

 
 

Foto: Flickr/Zeitfixierer/CC BY-SA 2.0

4 Antworten

  1. Maibock sagt:

    Auf jeden Fall denke ich, dass der Bierblogger, für den Bier trinken ja zweifellos arbeit ist, sich am 1. Mai mal einen Bierfreien Tag verdient hat…

  2. MercedesBenz.twoja-wizytowka.pl sagt:

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Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

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