Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

Archive for September, 2013

European Beer Star Award und das Dinkelbier aus Neumarkt

geposted am: 20 September 2013 von Lothar 1 Kommentar

Der Bierstar steht fest. Und nicht nur einer, es gab viele Gewinner. In den 51 Kategorien vergab die Jury, die dieses Jahr aus einem 102-köpfigen, internationalen Team – überwiegend Braumeister, Bier-Sommeliéres und ausgewiesene Bierkenner – bestand, jeweils eine Gold-, Silber und Bronzemedaille!

 

Beim European Beer Star Award reichen die Kategorien von Altbekannten wie zum Beispiel Pils, Helles oder Weizenbier bis hin zu India Pale Ale, Belgisches Dubble oder „holzfassgereiftes Starkbier“.
 
Verkostet werden die Biere, wie man das erwartet, nach rein sensorischen Kriterien wie Farbe, Schaum, Geschmack oder Geruch. Schluckweise trinken die Verkoster das Bier, denn wenn man mehrere Biere bewerten will, nach z.B. Rezenz, Vollmundigkeit, Aromaprofil, Hopfengabe und Hopfenaroma usw., dann ist es, wie wir alle wissen, ratsam, mit kleinen Schlücken loszulegen.
Die Biere werden auch ausschließlich nach sensorischen Kriterien bewertet. Also die Flasche etc. spielen keine Rolle.
 
Der European Beer Star ist übrigens ein Preis, der von dem Interessenverband der mittelständischen Brauereien in Deutschland verliehen wird.
 
Das erklärt auch, warum nur Bierkategorien zugelassen, die ihren traditionellen Ursprung in Europa haben. Teilnehmen können aber alle Brauer dieser Welt! Und so kann es schon mal passieren, dass die Goldmedaille für „Bohemian Schwarzbier“ nach Down Under geht (Redoak Brewery). Und das weltbeste „Düsseldorfer Alt“ wurde 2013 nicht am Rhein eingebraut sondern bei der Warabiza Brauerei – in Japan.
 
 

Lammsbräu Dinkel – Bierstar verdient oder nicht?

In der Kategorie „obergärige Bier aus alternativen Getreidesorten“ ging die Goldmedaille dieses Jahr an die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu.
 
 

 
 
Als ich mir gestern das Bier hier in Coburg besorgt habe, musste ich etwas suchen. Der Getränkemarkt meines Vertrauens hatte es nicht da. Obwohl der gerade, was lokale Biere angeht, sehr gut (mehr …)

Chiemseer vom Chiemgauer Brauhaus

geposted am: 6 September 2013 von Lothar 4 Kommentare

Heute im Test ein Bier vom Chiemsee, das Chiemseer aus dem Chiemgauer Brauhaus.

 

Die Besitzverhältnisse dieser Brauerei sind allerdings ziemlich verzwickt. Das Brauhaus gehört schon länger zu Auerbräu. Eigentümer von Auerbräu ist die Schörghuber Unternehmensgruppe.
 
Nun, zur Paulaner Brauereigruppe gehören neben Paulaner die Brauereien Hacker-Pschorr, Thurn und Taxis Regensburg und die Weißbierbrauerei Hopf Miesbach und eben die AuerBräu Rosenheim. Das heißt, die Auberbräu bzw. das Chiemgauer Brauhaus ist im Verbund des bayerischen Bierriesen Paulaner.
 
Jetzt muss man aber wissen, dass die Paulaner Gruppe zu 50% eben der Schörghuber Gruppe gehören. Die anderen 50% hält die  Brau Holding International.
 
Und damit die Besitzverhältnisse ja keiner mehr versteht: An der Brau Holding International ist die Schörghuber Gruppe wiederum mit 50,1 % beteiligt, den Rest dieser Brau Holding International hält übrigens kein geringerer als die niederländische Heineken International B.V..¹
 
Gut, so genau will das ja eigentlich keiner wissen.
Die Frage ist vielmehr, ob und wie das Getränk nun schmeckt?
 
 
Chiemseer Bier
 
 

Das Bier ist erwartungsgemäß hell. Es hat einen grobporigen Knisterschaum, der aber nur begrenzte Gekkoeigenschaften aufweist. Im Aroma ist es grasig. Im Antrunk kommt es frisch und kräftig weißbrotig daher. Im Abgang ist es nur ganz leicht feinbitter.
 
Jetzt, wo ich das Bier probiert habe, fällt es mir wieder ein: Das Bier kommt ja (mehr …)

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