Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 6 September 2013 von Lothar 4 Kommentare

Chiemseer vom Chiemgauer Brauhaus

Heute im Test ein Bier vom Chiemsee, das Chiemseer aus dem Chiemgauer Brauhaus.

 

Die Besitzverhältnisse dieser Brauerei sind allerdings ziemlich verzwickt. Das Brauhaus gehört schon länger zu Auerbräu. Eigentümer von Auerbräu ist die Schörghuber Unternehmensgruppe.
 
Nun, zur Paulaner Brauereigruppe gehören neben Paulaner die Brauereien Hacker-Pschorr, Thurn und Taxis Regensburg und die Weißbierbrauerei Hopf Miesbach und eben die AuerBräu Rosenheim. Das heißt, die Auberbräu bzw. das Chiemgauer Brauhaus ist im Verbund des bayerischen Bierriesen Paulaner.
 
Jetzt muss man aber wissen, dass die Paulaner Gruppe zu 50% eben der Schörghuber Gruppe gehören. Die anderen 50% hält die  Brau Holding International.
 
Und damit die Besitzverhältnisse ja keiner mehr versteht: An der Brau Holding International ist die Schörghuber Gruppe wiederum mit 50,1 % beteiligt, den Rest dieser Brau Holding International hält übrigens kein geringerer als die niederländische Heineken International B.V..¹
 
Gut, so genau will das ja eigentlich keiner wissen.
Die Frage ist vielmehr, ob und wie das Getränk nun schmeckt?
 
 
Chiemseer Bier
 
 

Das Bier ist erwartungsgemäß hell. Es hat einen grobporigen Knisterschaum, der aber nur begrenzte Gekkoeigenschaften aufweist. Im Aroma ist es grasig. Im Antrunk kommt es frisch und kräftig weißbrotig daher. Im Abgang ist es nur ganz leicht feinbitter.
 
Jetzt, wo ich das Bier probiert habe, fällt es mir wieder ein: Das Bier kommt ja vom Chiemsee. Man kann auch sagen vom bayerischen Meer. Immerhin ist der Chiemsee der drittgrößte See in Deutschland. Und auf diesem See war mein Schwiegervater, gemäß Erzählungen, in der Blütezeit des Surfbretts, regelmäßig Windsurfen.
 
Und kürzlich, als er am Wochenende mit meiner Herzensdame telefoniert hat, hat er ihr erzählt, dass er das gerne wieder mit Windsurfen anfangen würde. Sie hat mir dann, nach dem Telefonat, sehr angetan davon berichtet aber sogleich leicht besorgt gefragt: „Braucht man dafür einen Neoprenanzug?“ Sie hat das übrigens auf Niederbayerisch gesagt. Ich verstehe das zwar blendend, kann es aber nicht schreiben. Das aber nur am Rande. Ich meinte daraufhin, dass das vermutlich auf die Jahreszeit ankommt. Jetzt im Sommer, wohl eher nicht. Und selbst wenn, habe ich sie beruhigt, Neopren ist sehr dehnfähig. Dem Surf-Revival steht also nix im Wege.
 
Helles Bier ist ja allgemein sehr süffig. Das Bier vom Chiemsee ist es auch.
Und ich denke, zum Beispiel nach einem Surfnachmittag auf dem Chiemsee, bei dem man alte Hobbies wieder aufleben lässt, kann man damit sehr „gmiatlich“ in einem Biergarten einkehren.
 
 

4 Antworten

  1. Anne Noreiks sagt:

    Warum gibt es kein Chiemsee Glas? Traurig:-[

  2. Georg sagt:

    Strenggenommen kommt das Bier nicht direkt vom Chiemsee, der gut 20 km von der Brauerei entfernt liegt. Danke aber für die Biertests.

  3. Do you mind if I quote a couple of your articles as long as I provide
    credit and sources back to your webpage? My blog site
    is in the exact same area of interest as yours and my users would certainly benefit from some of the information you present here.
    Please let me know if this okay with you. Cheers!

Sie haben einen Bier-Tipp?

Aktuell nehme ich leider keine Tipps entgegen.

Links und Partnerseiten

Neueste Kommentare