Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

Archive for Oktober, 2013

Update: Welches Bier aus welchem Glas?

geposted am: 26 Oktober 2013 von Lothar 5 Kommentare

Es gibt viele Bierstile und es gibt auch viele Gefäße für Bier. Allerdings beschleicht mich das Gefühl, dass diese Tatsache einigen unbekannt ist. Ich habe mal aus Spaß einen Blick in das Ausbildungsmaterial für Hotel & Gastronomie geworfen. Es ist umfangreich und beschäftigt sich mit Gläsern für die sonderbarsten Getränke. Mit Spirituosen die heute keiner mehr trinkt oder mit Weinsorten, die sich eh kaum einer leisten kann. Nur beim Bier da schlägt es ganz selbstverständlich das Bierglas vor …

 

Ein Glas, ein Getränk, klingt simple und gut. Doch so einfach ist es einfach nicht: Nicht nur Kölner wissen: Ein Kölsch nimmt man aus der Stange zu sich. Ein Weizenbier kommt in ein Weißbierglas und wenn man einen Liter Bier unterbringen will, dann nimmt man nicht zwei Biergläser, sondern greift zum Maßkrug. Und das waren jetzt nur drei Beispiele …

 

Damit jeder stets den Überblick behält, gibt es jetzt hier zum herunterladen
das Küchenschaubild „Bierglaskunde“ …

 

 

Ales aus Deutschland – eine Kostprobe!

geposted am: 19 Oktober 2013 von Lothar 1 Kommentar

Heute habe ich drei Zugereiste im Test! Drei Biere, deren Bierstil nicht gerade typisch für Deutschland ist. Es geht um „Ales“.
 
Den Bierstil Ale gibt es typischerweise bei den Briten. Dementsprechend ist er im ganzen angelsächsischen Raum verbreitet. Ales sind obergärige Biere und können sehr unterschiedlich gebraut werden. Von mild und süffig bis hin zu aggressiven Hopfendosen, gibt es ein weites Spektrum. Es gibt zum Beispiel Pale Ale, Strong Ale, India Pale Ale, Mild Ale, Bitter und Brown Ale.
 
Diese Brauarten haben nun seit einiger Zeit auch vereinzelt deutsche Brauer für sich entdeckt und verschiedene Sorten kreiert. Drei davon habe ich nun verkostet:
 
 

1. Braukunstkeller: Pale Ale

Das Pale Ale aus Michelstadt im Odenwald (Hessen) hat 44 IBU und 5,1 % vol. Alkohol. Es ist nicht ganz so dunkel wie auf dem Foto. Das Hopfenaroma ist kräftig, wie wenn man direkt bei der Dolden-Ernte dabei wäre. Außerdem liegt ausgeprägt „Grapefruit“ in der Luft. Die Zitrusfrucht merkt man auch im Antrunk noch deutlich. Danach verschwindet die Frucht allerdings schnell und was vom Pale Ale aus dem Braukunstkeller übrigbleibt, ist leider undifferenziert bitter.
 
Bier Braukunstkeller Pale Ale
 
 

2. Riedenburger Brauhaus: India Pale Ale „Dolden Sud“

Das zweite Bier im Test kommt aus dem Altmühltal, aus Riedenburg. Es hat mit 6,5% vol. Alkohol reichlich Treibstoff und die Bittereinheiten sind – IPA-typisch – recht hoch, bei 55 IBU. Das Malz hat übrigens Biolandqualität. Der Dolden Sud ist leicht naturtrüb und goldfarben. Der Schaum steht gut. Das Bier verströmt einen sommerlichen (mehr …)

Das Phänomen Edelbier im Praxistest: Chimay Rouge Premiere

geposted am: 1 Oktober 2013 von Lothar 4 Kommentare

Kürzlich habe ich in meiner Serie „Was tut sich am Biermarkt“ das Phänomen Edelbier das erste Mal thematisiert.

 

Um diesem Luxussegment etwas auf den Zahn zu fühlen, werde ich nun hin und wieder ein Edelbier verkosten.

 

Heute habe ich ein klassisches Edelbier vor mir stehen. Zumindest möchte ich es mal so bezeichnen, denn dieses Trappistenbier ist keinesfalls eine Erfindung des Marketings der Gegenwart. Schon seit rund 160 Jahren wird dieses Edelbier „Rouge“ unter Aufsicht von Mönchen in Chimay in Belgien hergestellt. Ich habe bewusst „unter Aufsicht“ gesagt, weil man sich die Herstellung dort nicht romantisch vorstellen sollte: Das Unternehmen „Trappistenbier aus Chimay“ ist sehr erfolgreich und hat jährlich einen Ausstoß von um die 120.000 hl Bier¹. Und das ist in Anbetracht der Preisklasse in der das Bier verkauft wird (es kostet etwa sechs Euro) vermutlich durchaus ein Businessmodell. Allerdings sollte man dazu sagen, dass ein Teil des erwirtschafteten Erlöses aus dem Bierverkauf, in soziale Zwecke fließt¹.

 
 


 
 

Das Edelbier Chimay Rouge Premiere wir mit Gerstenmalz und Weizen gebraut und hat 7 vol. % Alkohol.
 
 

Tipps zum Verkosten:

Trappistenbier sollte so um die 12°C gelagert und genossen werden. Wer einen Keller hat, kann sich also glücklich schätzen, denn im Kühlschrank würde das Bier frieren.
Trappistenbier hat Schwebstoffe (mehr …)

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