Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 27 Januar 2014 von Lothar 2 Kommentare

Schneider Weisse kreiert und präsentiert einen neuen Bierstil: Porter Weisse

Weisse Bräuhaus G. Schneider & Sohn aus dem niederbayerischen Kelheim – kurz Schneider Weisse – ist bekannt für Weißbiervielfalt. Schon in der Vergangenheit waren die Schneider-Brauer experimentierfreudig und haben limitierte Spezial-Weißbiere wie z.B. die Schneider Weisse TAPX „Mein Nelson Sauvin“ auf den Markt gebracht.

 

Nun haben sie einen Exkurs auf die Insel unternommen, um britische und bayerische Braukunst zu vereinen. Entstanden ist eine Kreuzung aus Weißbier und Porter. „Fruchtige Spritzigkeit“ trifft „röstige Malzigkeit“? Ob die Ehe dieser beiden Braustile gut geht? Wir werden es gleich sehen!

 

Zunächst aber kurz einen Ausflug: Was ist ein „Porter“ eigentlich?

 
Weißbier, das kennen wir! Das schmeckt, seit Generationen. Aber Porter? Wenn man von einem britischen Porter spricht, dann meint man ein obergäriges Bier mit einem Alkoholgehalt von etwa 5 % Vol. Es ist meist dunkel, oft tiefschwarz mit einem malzigen oder sogar röstmalzbetonten Geschmack. Erfunden wurde dieser Bierstil im 18 Jahrhundert und war besonders beliebt bei Lastenträgern (engl. Porter) – so kam es dann auch zur Namensbildung. Porter zu sein war ein Knochenjob, für den man vermutlich ein kräftiges Bier brauchte.

Es gibt Abwandlungen von Porterbieren. So haben sich in der Vergangenheit Varianten von Porter im Ostseeraum und auch in Deutschland etabliert, die — anders als der Klassiker — stärker eingebraut werden oder z.B. gesüßt werden. Das heißt, der Name „Porter“ hat keinen direkten Standard. Das aber nur am Rande.

Bei dieser Ehe geht es, wie gesagt, um die Hochzeit eines britischen Porters mit einem bayerischen Weißbier. Obwohl — streng nach den Regeln des deutschen Reinheitsgebots — eine verwegene Ehe, wie auch der Schneider Weisse-Braumeister Hans-Peter Drexler aus dem Hause Schneider irgendwie zugibt: „Eine […] gewagte, aber geschmacklich schlussendlich doch sehr passende Kombination zweier eigenwilliger Bierstile“.

 

Wie schmeckt die britisch-bayerische Ehe?

 
 

 

Die ebenholzfarbene Porter Weisse hat einen unglaublich cremigen Schaum. Im Aroma ist es röstig aber auch zugleich fruchtig: Ich kann leicht schokoladige Aromen und „Rosinen“ ausmachen. Gleichzeitig ist es aber auch hefig und es kommt Apfel und Banane zum Vorschein. Im Geschmack ist es sehr vollmundig. Im Abgang kommt es kurz deutlich herb daher und leicht alkoholisch.
 

Fazit:

Ganz klar, mal wieder ein Bier, das man am besten zum Essen probiert. Und vielleicht auch ein Bier, speziell für die dunkle und eher kalte oder nasskalte Jahreszeit. Also im Grunde jetzt genau richtig, denn seit Anfang Januar 2014 ist es soweit: Das neue TAPX „Meine Porter Weisse“ wird an ausgesuchte Handelsmärkte und Gastronomen ausgeliefert und kommt in den Weissen Brauhäusern in München und Kelheim zum Ausschank. Die 0,75 Liter Flasche Porter Weisse ist erwartungsgemäß eher hochpreisig: Mit etwa 10 Euro muss man rechnen.
 
Übrigens, meiner Frau war es zu bitter, meine Mutter fand es super (allein schon wegen der Kaffee-Farbe).

 

2 Antworten

  1. […] Brauer, dass sie gänzlich neue Stile präsentieren. Man denke nur an das Edelbier Porter-Weiße, das ich hier verkostet habe. Ein sehr interessantes und intensives Bier! Übrigens, nicht verwirren lassen: Edelbiere gehören […]

  2. bertram new homes sagt:

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