Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

Archive for Juli, 2015

Ausflug zu den Bierinseln in München, 25. Juli 2015

geposted am: 31 Juli 2015 von Philipp bisher keine Kommentare

Gastbeitrag von Philipp:

 

Letzten Samstag fanden die 2. Münchner Bierinseln statt. Bei Bierinseln handelt es sich um ausgewählte Geschäfte und Lokale, die sich auf besondere Art und Weise dem Bier verschrieben haben. Hier gibt es handwerklich hergestellte Craft-Biere und andere Brau-Spezialitäten. An einem Tag im Jahr kann man dann dort verschiedene Biere verkosten.

Hätte ich nicht einen Schwager, der einen Bierblog betreibt, hätte ich vermutlich wieder nichts von der Veranstaltung gewusst. Mir ist es immer noch ein Rätsel, wie so ein Ereignis, das offensichtlich schon einmal stattfand, an mir vorbeigehen konnte.

Zusätzlich bekam ich einen exklusiven Verkostungsvoucher von Lothar, mit dem ich an jeder Bierinsel kostenlos verkosten durfte.
 
 

Bierinsel #1: Biervana

Wir machten uns zu viert auf den Weg und starteten in Schwabing im Biervana. Es war schön, wieder einmal durch die Gegend zu laufen, in der ich als Student gewohnt habe. Vieles hat sich nicht geändert, doch wenn man auf die Details achtet, entdeckt man neue Läden und Restaurants an einigen Ecken. Vor dem Biervana hatten sich schon mehrere Menschen versammelt. Sogar ein Reporter vom BR war vor Ort und interviewte die Gäste. Elegant gingen wir ihm aus dem Weg. Mein Gutschein sorgte zunächst für Verwirrung, wurde aber akzeptiert. Folgende Biere gab es:
 
Rhubarb Wire von Brewcifer
Very White Porn Star von Mashsee Brauerei
Backbone Splitter von Hanscraft & Co.
 
Bierinsel-Biervana
 
Von allen dreien fand ich das Rhubarb am besten, obwohl die Rhabarbernote nicht als solche erkennbar war. „Schmeckt wie in einem Blumenladen“, so die Meinung in unserer Runde. Das Porn Star, ein belgisches Wit Bier, bestach durch seine säuerliche Ingwer-Koriander-Note. Der Backbone (mehr …)

Die Hopfenlust von Glaabsbräu im Test mit dem IPA Glas von Spiegelau

geposted am: 11 Juli 2015 von Lothar bisher keine Kommentare

Bier: Glaabsbräu, Hessen
Glas: Kristallglasfabrik Spiegelau, Oberpfalz (Bayern)
 
Glaabsbraeu_Hopfenlust
 

Prolog:

Die Hopfenlust der hessischen Brauerei Glaabsbräu kommt sehr unaufgeregt in einer kleinen Bügelverschlussfalsche daher. Von Craft-Bier-Allüren ist die Verpackung weit entfernt. Sie gibt sich bodenständig. Dennoch ist der Inhalt anders. Es ist kalt gehopft. Mit Sorachi Ace, einem Aromahopfen, der eigentlich die Züchtung einer japanischen Brauerei ist. Seinen Durchbruch hat die Hopfenkreuzung aus Brewers Gold und Saazer (1) aber mit dem Craft-Bier Hipe in den USA erlangt. Man findet diese Hopfensorte in vielen IPAs.
 
 

Verkostung:

Obwohl das Bier als Lagerbier/Schankbier vertrieben wird, verkoste ich das Bier aus dem Spiegelau IPA Glas. Die kaltgehopfte Hopfenlust wird sich in diesem Glas bestimmt wohlfühlen.
 
Und so ist es auch. Das sonnig leuchtende, naturtrübe Getränk entwickelt in dem Glas aus der Oberpfalz einen ausgesprochen fein-cremigen, weißen Schaum! Und aus diesem strömen sie, die tropischen Aromen! Ich erkenne tropische Noten aus Litschi und besonders Mandarine. Theoretisch müsste man auch Kokos wahrnehmen. Im Antrunk ist es sehr fein und ich finde die Aromen zusammen mit einem Hauch von Malz wieder. Malz und Hopfen sind in einer Balance, die auch im Nachklang erhalten bleibt. Die Qualität des Schaumes ist verblüffend bis zum letzten Schluck nach mehreren Minuten, bleiben weite Teile erhalten und sorgen für eine Aromawolke.
 
Das IPA Craft-Bier-Glas aus der Opferfalz hat eine ästhetische und funktionale Form. Es erinnert zugleich an eine Lagerbier-Stange und an eine Pils-Tulpe. Und vereint damit das Beste aus beiden Glastypen. Es fängt die Aromen so gut wie das traditionelle (mehr …)

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