Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

geposted am: 19 August 2015 von Lothar 3 Kommentare

Das IKEA Bier im Test

Auf dem Weg durch eine IKEA-Filiale bin ich nun auch über das Bier mit dem IKEA Logo gestolpert. Das Bier gibt es in zwei Sorten: ÖL LJUS LAGER und ÖL MÖRL LAGER. Wobei hier keine skandinavischen Ortschaften, Seen oder Tiere mit lustigen Namen Paten standen, sondern „Öl“ heißt auf schwedisch schlicht Bier, „ljus“ sowas wie hell und „mörl“ bedeutet dunkel.

 
Ikea-Bier-Test-Kronkorken-Bierflasche
 
Der Kronkorken der Biere ist eigentlich ganz lustig: Er weißt darauf hin, dass kein Öffner dabei ist. Ikea-Beer Das ist eine Anspielung auf die IKEA-typischen Aufbauanleitungen und Verkaufshinweise. Auf dem Etikett sehen wir ein Blumengebilde, das – sagen wir mal vorsichtig ausgedrückt – wenig Ähnlichkeit mit Hopfen hat und an Getreide nur bedingt erinnert.
Es wirkt als wäre es von irgendeinem hauseigenen Topflappen, einem Küchenhandtuch oder einer Serviette entlaufen. Die Flasche ist aus Glas und mit einem Einweglabel versehen.
 
 

ÖL LJUS LAGER:

 
Ikea-Lagerbier-Biertest-Ikeabier
 
Ich verkoste das helle Lagerbier und finde es im Aroma entspannt bierig. Im Geschmack ist es leicht spätsommerlich und dabei fein-herb. Es ist angenehm trinkbar.
Die Biere hier im Test werden übrigens von der familiengeführten Brauerei Krönleins gebraut. Die Brauerei hat eine interessante Geschichte : Sie brachte im 19. Jahrhundert deutsche Bierstile auf den schwedischen Markt.
 
 

ÖL MÖRL LAGER:

 
Ikea-Lagerbier-dunkel-Biertest-bierblog
 
Das dunkle Lagerbier ist dunkel, der Schaum ist eher kurzweilig und böse Zungen sagen, wenn es etwas mehr prickeln würde, könnte es auch Cola sein. Also rein optisch. Das dunkle Lager von IKEA ist im Aroma und auch im Geschmack etwas röstig. Es ist durchweg malzbetont und hat Noten von Herrenschokolade. Ein vollmundiges Bier mit einem süßlichen Finish.
Allerdings muss man wissen, dass die Zutatenliste des ÖL MÖRLS nicht so wirklich der Hit ist: Neben den üblichen Verdächtigen finden sich E150c und Aromen (nicht weiter deklariert).
 

Über die Zutat E150c:

E150c ist ein Farbstoff. Kein ungewöhnlicher. Und man muss leider wissen: Auch für deutsche Brauer sind bei obergärigen Bierstilen (Lager wohlgemerkt ist untergärig) auch Zuckerarten, Süßstoffe und Farbstoffe erlaubt, was immer wieder kritisiert wird, sich aber nicht zu ändern scheint. Der Farbstoff E150c ist ein deklarationspflichtiger Zuckercouleur. Interessant ist aber, dass die Verwendung von Zuckercouleur nicht erlaubt ist, um andere Eigenschaften vorzutäuschen. Also wenn „IKEA“ einfach nur das helle Lager nehmen würde und dann den Farbstoff E150c hinzugibt – für die Optik eines dunklen Lagers – das wäre dann bei uns nicht erlaubt. Theoretisch wäre es nämlich denkbar mit Farbe und Aroma ein Dunkles zu zaubern. Ob das beim ÖL MÖRK LAGER von IKEA so ist oder nicht, keine Ahnung. Ich frage mich aber schon, warum das umstrittene Zeug im Bier ist. Von den Aromen auf der Zutatenliste mal ganz abgesehen!
 

Fazit:

Die Matratze, die ich bei dem multinationalen Einrichtungskonzern auch gekauft habe, scheint mir okay. Beim IKEA Bier aber muss ich eine klare Empfehlung geben: Keine clevere Idee und nicht verlockend. Das ist kein leckeres Bier aus Schweden. Einfach stehen lassen. Das helle Lager am besten auch gleich.
 
 

3 Antworten

  1. www.deinBierwerk.com sagt:

    Sehr interessant. Das Bier habe ich oft gesehen und ich war immer neugierig. Keine große Überraschung allerdings…

  2. kritikerin sagt:

    ohne worte trinke es doch erstmal statt dich lustig zu machen

  3. Bier Bier Bier sagt:

    Sitze hier grade in Köln im Ikea und trinke das helle Lager…
    Es ist wesentlich besser als viele auf dem deutschen Markt erhältliche Biere und ich habe wesentlich schlimmeres erwartet.

    Nicht das beste, wohl aber genießbar und lecker.

    Gruß

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