Bierdiarium

Ein Blog über Bier. Denn Bier birgt Erzählstoff!

Archive for Juli, 2016

Alkoholfreie Biere im Test / Teil 4: Le Chauffeur Brauhaus Nittenau

geposted am: 28 Juli 2016 von Lothar bisher keine Kommentare

Aus Nittenau, einer echten Kleinstadt in der Oberpfalz kommt ein sehr interessantes alkoholfreies Bier. Ein Bier ohne Umdrehungen mit einem sehr passenden Namen: Le Chauffeur. Bei diesem alkoholfreien Idian Pale Ale kommen die Hopfensorten Simcoe und Mosaik zum Einsatz und wecken fruchtige Erwartungen.

 

Le_Chauffeur_Nittenau_Bier_Test_IPA_alkoholfrei

 
Kaum im Glas, vertrömt das Bier schon einen kräftigen Duft nach Mandarine! Sehr fruchtig-tropisch ist es auch im Geschmacksbild, zudem ist das Bier angenehm feinherb und hat einen ausgesprochen ausgewogen malzigen Körper. Das naturtrübe IPA kann mit seinen trendigen alkohlisierten Craft-Kollegen geschmacklich absolut mithalten! Beide Daumen hoch, ein echt schmackhaftes alkoholfreies Bier!
 
Le-Chauffeur--alkoholfrei-Test-m

Bisher in der Serie „Alkoholfreie Biere im Test“ ist erschienen:

 

1. Biertest: Neumarkter Lammsbräu Dunkel alkoholfrei

2. Biertest: Diebels Altbier alkoholfrei

3. Biertest: Budweiser Budvar B:Free

 

Die Bierdose: ökologisch und gut für’s Bier?

geposted am: 19 Juli 2016 von Lothar 2 Kommentare

Kürzlich habe ich eine Bierdose der Stone Brewing Brauerei Berlin in der Hand gehalten und Folgendes auf der Dose gelesen:

 
„DOSEN SIND BESSER. KEINE FRAGE. Dosen sind endlos recyclebar, umweltverträglicher und besser fürs Bier“.
 
Dosenbier-Nachteile-Sauerstoffeintrag
 
Stone Brewing ist eine amerikanische Großbrauerei, die kürzlich in Berlin eine Niederlassung gegründet hat. Diese Brauerei behauptet, Bier aus Dosen sei generell besser. Besser als was? Besser als Fassbier? Besser als Bier aus Plastikflaschen, besser als Bier aus Glasflaschen?
 
Im Magazin „Craft“ sagte der Chef des Unternehmens im Frühjahr dieses Jahres folgendes:
 

„Ich entscheide nur nach Fakten, nicht nach Meinungen, und Tatsache ist, dass es kein besseres Behältnis als die Dose gibt, um Bier frisch zu halten. Außerdem sind die Transportkosten unschlagbar, da Dosen viel leichter als Glas sind und weniger Platz benötigen. Und was die vermeintliche Umweltschädlichkeit anbelangt: Metall lässt sich unendlich recyceln. Aus Qualitätsgesichtspunkten gibt es also keine bessere Möglichkeit als die Dose.“

 
Okay, er meint also besser als Bier in Glasflaschen, bzw. Mehrwegglasflaschen.
 
 

Ist die Dose wirklich besser für das Produkt Bier, also aus reinen Qualitätsgründen?

 
Die Bierdose hat auf der Habenseite einen Vorteil, den Glas so nicht bietet: Eine Bierdose ist nämlich immer 100% blickdicht. Oder sagen wir noch blickdichter als eine dunkle Flasche oder eine die einen Lichtschutzfaktor hat. Aber diesen Vorteil, besser gegen Lichtgeschmack geschützt zu sein, könnte eine Dose nur ausspielen, wenn man sie am Äquator in der prallen Sonne lagern würde. Bier wird stattdessen bekanntlich eher durchgehend kühl und dunkel aufbewahrt. Das war es aber dann schon mit den reinen Qualitätsvorteilen im Bezug auf den Inhalt. Dosenbier hat denke ich eher Nachteile:
 
1. Dosenbier wird klassischerweise vor oder nach dem Abfüllen behandelt. In der Regel wird es nach dem Abfüllen bei ca. 65–75 °C pasteurisiert. Das heißt, die Dose wird dabei erwärmt. Nachteil: Beim Pasteurisieren ist von Qualitätseinbußen auszugehen. Das kann sich auch auf den Geschmack auswirken.
 
2. Dosen, egal ob aus Weißblech oder Aluminium, müssen vor Korrosion geschützt werden. Denn sonst lösen sich Metalle und werden auf den Füllinhalt übertragen. Verfärbungen und geschmackliche Beeinträchtigungen wären die Folge. Daher wird die Innenseite der Dose versiegelt. In der Regel kommt hier ein Kunststoff zum Einsatz der Weichmacher wie BPA enthält. Genau solche Stoffe können in das Bier übertragen werden. Es gibt auch BPA-freie Beschichtungssysteme, allerdings sind diese laut Verbraucherzentrale in der Regel noch nicht im Einsatz. Nachteil im Vergleich zu Flaschenbier: Bier in einer Verpackung die Weichmacher enthält ist fragwürdig.
 
3. Der Verschluss von Getränkedosen ist Umwelteinflüssen ausgesetzt. Anders, als bei einem Schraub-, Bügel-, oder Kornkorkenverschluss können sich hier Schmutz oder Keime ansammeln. Diese würden beim Einschenken mit ins Bier wandern. Nachteil im Vergleich zu Flaschenbier: Die Sauberkeit des Verschlusses steht in Abhängigkeit von den Transport- und Lagerbedingungen.
 
4. Die Qualität, besonders aber die Haltbarkeit von Bier wird auch von enthaltenem Restsauerstoff bestimmt. Dieser Reststauerstoff kommt nach dem Abfüllen sowohl in der Flüssigkeit als auch im Kopfraum des Behältnisses vor. Bei der Abfüllung wird darauf geachtet, dass der Sauerstoffeintrag möglichst gering ist. Dosen haben bei der Abfüllung genau an dieser Stelle einen Nachteil: Während des Befüllvorgangs, also bevor der Deckel der Dose eingepresst wird, ist die Oberfläche des Bieres deutlich größer als bei einer Flasche. Bei einer Dose sind das mehr als 5 cm im Durchmesser, bei eine Flasche weniger als 2 cm. Bei der industriellen (mehr …)

Sie haben einen Bier-Tipp?

Links und Partnerseiten

Neueste Kommentare